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  1. #1
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    Oct 2005
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    Überlegungen und Hinweise bevor Du einen Rootserver mietest

    Dieser Thread soll häufig gestellte Fragen beantworten und typische Missverständnisse hinsichtlich Rootservern bzw. dedizierten Mietservern mit Root-Zugriff klären. Wenn Du also planst einen solchen Rootserver zu mieten oder Du Dir nicht sicher bist, ob Du Dir einen Rootserver anschaffen sollst, nehme Dir bitte etwas Zeit und lies diesen Thread.


    1. Brauchst Du wirklich einen Rootserver?

    In den meisten Fällen nicht! Denn: Für die meisten Aufgaben wie Web-, Mail- und Datenbankserver, reicht ein normales Webhostingpaket völlig aus. Wenn viel Leistung gefordert ist und man die Server-Resourcen nicht mit anderen Kunden teilen möchte, kann man zu einem Managedserver bzw. Exklusivserver greifen.

    Ein Managedserver ist im Prinzip Dein eigener Server. Du hast auf diesen Server jedoch keinen Root-Zugriff. Der Server wird von Deinem Anbieter konfiguriert und gewartet. Die Verantwortung liegt hierbei beim Provider. Dieser kümmert sich um Sicherheitsupdates und die Administration.

    2. Wer benötigt wirklich einen Rootserver?

    Die Wenigsten! Ein Rootserver sollte nur dann gemietet werden, wenn es um spezielle Aufgaben, Anwendungen oder Konfigurationen geht. Also all das, was mit einem Webhostingpaket oder einem Managedserver nicht möglich ist.

    3. Ich will aber einen Gameserver laufen lassen und benötige deswegen einen Rootserver.

    Falsch! Dafür ist kein Rootserver nötig. Man kann auch einen eigenen Gameserver mieten, und zwar so, dass man sich um den Server selbst nicht kümmern muss. Es gibt zahlreiche Gameserver-Anbieter, die sich genau auf solche Fälle spezialisiert haben und für diese Zwecke deutlich bessere Mietpakete anbieten.

    4. Ich brauche einen Rootserver, weil ich lernen will, mit einem Linux-Server zu arbeiten.

    Falsch! Ein Rootserver ist kein Übungsgelände. Wenn Du üben willst, dann benutze einen Linux-Rechner zu Hause im LAN. Wenn Du auf einem Rootserver übst bzw. herumspielst und Fehler machst, kann das u.U. zivil- oder sogar strafrechtliche oder finanzielle Konsequenzen mitsichziehen, die nicht zu unterschätzen sind. (Dazu mehr unter Punkt 8.)

    5. Ein Rootserver mit Administrationstools wie Confixx ist ganz einfach und vollständig zu bedienen.

    Falsch! Die Administrationstools helfen zwar bei vielen Dingen und Aufgaben, können aber keinesfalls das Know-How für den Umgang mit einem Linux-Server in der Konsole ersetzen [1].

    6. Ich will aber ganz allein für meinen Server zuständig sein und benötige deshalb einen Rootserver.

    Das ist in Ordnung, aber was passiert mit dem Server, wenn du mal schlafen musst, krank bist oder in den Urlaub fährst? Wer kümmert sich dann um deinen Server? Der Anbieter definitiv nicht.

    7. Ein Rootserver bietet alles und ist sehr günstig.

    Das ist nicht ganz richtig. Was in der Rechnung fehlt, sind z.B. Dinge wie Administrationsaufwand, das Erstellen von Backups, Serverüberwachung, Monitoring von Diensten und Überwachung der Sicherheit. Ein Managedserver ist zwar auf den ersten Blick etwas teurer, aber langfristig gesehen günstiger als ein Rootserver, da die genannten Punkte bereits enthalten sind.

    8. Was ist zum Thema Sicherheit zu sagen?

    Das Thema Sicherheit ist wohl der umfangreichste und schwierigste Teil bei einem Rootserver. Bei einem Rootserver bist Du ganz allein dafür verantwortlich, aber auf keinen Fall Dein Server-Anbieter.

    Wenn Du z.B. ein offenes Mail-Relay hast, kann dies, wie schon vorhin erwähnt, u.U. zu zivil- oder sogar strafrechtlichen Konsequenzen führen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies wissentlich oder unwissentlich geschehen ist. Auch kann ein Rootserver plötzlich sehr kostspielig werden, wenn bei einem Hackangriff oder einem durch eine Sicherheitslücke ermöglichten Servereinbruch ein Mehrverbrauch an Netzwerktraffic entsteht.

    Sicherheitsrisiken und -probleme sind nicht zu unterschätzen. Es ist nicht damit getan, den Server einmal einzurichten. Verantwortung heisst, das Thema Sicherheit ständig im Internet zu verfolgen, Schwachstellen zu beheben, den eigenen Server zu überwachen und immer wieder Neues hinzuzulernen [2].

    Links:
    [1] Server und Client HowTo's: http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=169531
    [2] Links und weiterführende Informationen zum Thema Sicherheit: http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=136651


    Verbesserungsvorschläge, Kritik oder sonstige Fragen zu diesem Thema sind gerne willkommen.

    -------------------------------------

    Um Erlaubnis gefragt beim Author des Thread aus linuxforen.de und bekommen!
    Dieses Topic bitte als Sticky setzen.

    Originalthread: http://www.linuxforen.de/forums/newr...eply&p=1123328

  2. #2
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    Nun, das trifft ja nicht nur auf einen Root-Server zu, sondern auch auf Windows Server. Nur weil es dort einen Desktop gibt, wie man ihn auch vom heimischen Computer her kennt, heisst das ja noch lange nicht, dass man diesen dann besser administrieren kann. Es fehlt in über 90% einfach das Wissen und auch das Verständnis um die Unterschiede zwischen einem PC und einem Server.

    Vielleicht sollte man das mal pinnen, auch wenn es vielleicht nur einen zum Nachdenken anregt.

  3. #3
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    Oct 2005
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    Quote Originally Posted by Germeshausen.de View Post
    Nun, das trifft ja nicht nur auf einen Root-Server zu, sondern auch auf Windows Server. Nur weil es dort einen Desktop gibt, wie man ihn auch vom heimischen Computer her kennt, heisst das ja noch lange nicht, dass man diesen dann besser administrieren kann. Es fehlt in über 90% einfach das Wissen und auch das Verständnis um die Unterschiede zwischen einem PC und einem Server.

    Vielleicht sollte man das mal pinnen, auch wenn es vielleicht nur einen zum Nachdenken anregt.
    Ja ich habe bereits einen Mod hier im Forum per PM angeschrieben das mal Sticky zu setzen.

  4. #4
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    Naja irgendwie ist das ganze trotzdem nur ein TeamSpeak Forum; natürlich ist es nützlich solch einen Post als Sticky zu setzen, aber wenn die jeweiligen Eigentümer nicht in der Lage sind das ganze richtig zu verwalten, dann ist das kein TeamSpeak Thema mehr.

  5. #5
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    240
    Problem ist auch, dass die Leute erst nach dem Mietvertrag merken - wenn überhaupt -, dass sie überfordert sind. Solche Texte helfen da leider nicht immer, weil er einfach erst gelesen wird, wenn der Server schon läuft.

  6. #6
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    Nov 2002
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    Nun, es bestände aber dennoch die Möglichkeit den einen oder anderen vor Anschaffung eines Server die Augen öffnen zu können. Oder, sofern der Vertrag die Möglichkeit bietet, binnen 14 Tagen nach Bereitstellung der Leistung diesen zu widerrufen.

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